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VdK-Mitglieder wagen in der Zukunftswerkstatt Machbar den Schritt in Virtual Reality

Wer sagt eigentlich, dass Nervenkitzel nur etwas für die junge Generation ist? In der Zukunftswerkstatt Machbar bewiesen die Mitglieder des VdK Lichtenfels Mitte März das genaue Gegenteil. Das Ziel des Besuchs: Die Welt der Virtual Reality (VR) – und ein Test für das eigene Gleichgewichtsgefühl, der es in sich hatte.
Im Mittelpunkt des Nachmittags stand eine Erfahrung, die bei vielen Teilnehmern für Herzklopfen sorgte. Das Szenario klingt simpel, hat es aber in sich: Man betritt virtuell einen Aufzug, fährt in schwindelerregende Höhe und wenn sich die Türen öffnen, blickt man aus einem Wolkenkratzer direkt in die Tiefe. Die Aufgabe? Auf einer schmalen Holzplanke ins Freie balancieren.
Die Macht der digitalen Illusion
Obwohl die Seniorinnen und Senioren wussten, dass sie sich auf dem festen, sicheren Boden der Machbar befanden, reagierten Körper und Geist unmittelbar. „Man weiß im Kopf, dass man im Raum steht, aber die Knie sagen etwas ganz anderes“, lachte eine Teilnehmerin, nachdem sie die VR-Brille sichtlich beeindruckt abgesetzt hatte.
Dieser „Nervenkitzel aus der Brille“ war der Aufhänger für viele spannende Gespräche über die Möglichkeiten dieser Technologie. Die Mitglieder des VdK probierten verschiedene Anwendungen aus und erlebten hautnah, wie täuschend echt virtuelle Umgebungen heute wirken können. Dabei ging es nicht nur um den Adrenalinkick, sondern auch um das Verständnis: Wie kann VR in Zukunft helfen? Sei es für virtuelles Reisen bei eingeschränkter Mobilität oder für Gedächtnistrainings in einer geschützten Umgebung.
Ein Nachmittag, der im Gedächtnis bleibt
Die Atmosphäre in der Zukunftswerkstatt war geprägt von gegenseitigem Ansporn und viel Gelächter, wenn mal wieder jemand vorsichtig die „Planke“ ertastete. Für Matthias Hofmann, Community- und Zukunftsmanager des Machbar e.V., war der Besuch des VdK Lichtenfels ein voller Erfolg und ein schönes Beispiel dafür, dass die Barrieren zwischen den Generationen und der Technik in der Machbar am besten gemeinsam abgebaut werden: „Eines ist sicher: Den Blick in den virtuellen Abgrund werden die Teilnehmer so schnell nicht vergessen – und der Mut, den Schritt auf die Planke gewagt zu haben, sorgte noch lange für Gesprächsstoff bei Kaffee und Kuchen.“




