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Neues aus dem MACHBAR e.V.

In unserer Zukunftswerkstatt ist immer etwas in Bewegung. Ob Projekte, Veranstaltungen oder Community-Aktivitäten – auf dieser Seite findest du spannende Updates, wichtige Informationen und inspirierende Makerspace-Stories.

Schwerpunkt der Sitzung war der 3D-Druck. Der perfekte Ort ist die Zukunftswerkstatt des Machabar e.V. in Lichtenfels, Vorreiter für additive Fertigung.                                                                                  Foto: Dr. Andrea Wrabel, Universität Bayreuth.
Schwerpunkt der Sitzung war der 3D-Druck. Der perfekte Ort ist die Zukunftswerkstatt des Machabar e.V. in Lichtenfels, Vorreiter für additive Fertigung. Foto: Dr. Andrea Wrabel, Universität Bayreuth.

Innovation braucht Raum. Genau diesen haben wir in der MACHBAR – Die Zukunftswerkstatt des Machbar e. V. in Lichtenfels geboten.

Es war uns eine besondere Ehre, Gastgeber für die 25. Kuratoriumssitzung der Universität Bayreuth  https://www.uni-bayreuth.de/ zu sein.

.Auf Einladung von Frank Carsten Herzog (selbst Kuratoriumsmitglied) versammelte sich ein hochkarätiger Kreis aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft.

Der Tag startete in historischem Ambiente: Das Get-together in der „Steinernen Kemenate“ am Marktplatz 15 bildete den perfekten Auftakt für einen intensiven Austausch.

 

Nach der Begrüßung durch den Kuratoriumsvorsitzenden Heribert Trunk und einem strategischen Update durch den Präsidenten der Universität Bayreuth, Prof. Dr. Stefan Leible, rückte unser Kernthema in den Fokus: der 3D-Druck.

Prof. Dr.-Ing. Holger Ruckdäschel (Lehrstuhl an der Universität Bayreuth und Geschäftsführer Neue Materialien Bayreuth) gab tiefe Einblicke in die Welt der additiven Technologien und zeigte auf, wie die vollautomatische additive Fertigung die Produktion von morgen revolutioniert.

Frank Carsten Herzog schlug die Brücke von der historischen Entwicklung des 3D-Drucks in Lichtenfels hin zur modernen Wissensgesellschaft. Dabei wurde deutlich, wie die lokale Unternehmenskultur den Nährboden für akademische Exzellenz – etwa für den Masterstudiengang Additive Manufacturing & Lightweight Design und das FADZ – bereitet hat. 


Aktualisiert: 4. Dez. 2025

Workshop mit Praxisteam von Dr. Sauerschell zeigt, wie lebendige Vernetzung vor Ort entstehen kann


In der Lichtenfelser Innenstadt traf kürzlich medizinischer Alltag auf moderne Zukunftstechnologien: Das Team der Allgemeinarztpraxis Dr. Sauerschell war zu Gast in der Zukunftswerkstatt Machbar. Entstanden war der Kontakt ganz unkompliziert aus einem persönlichen Gespräch in der Nachbarschaft – und entwickelte sich schnell zu einem Workshop rund um digitale Technologien.

 

In lockerer Atmosphäre erhielten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Arztpraxis Einblicke in die Welt des 3D-Drucks, des Lasercuttings und der 3D-Konstruktion. Dabei ging es nicht um trockene Theorie, sondern vor allem ums Ausprobieren und Mitmachen. Ziel war es, zu zeigen, wer hinter der offenen Werkstatt steht, was dort möglich ist und wie niedrigschwellig der Zugang zu diesen Technologien sein kann.

 

Ein konkretes gemeinsames Projekt ließ nicht lange auf sich warten: Das Praxisteam äußerte den Wunsch, neue individuelle Namensschilder zu gestalten. Gemeinsam wurde ein Design entworfen, am Computer umgesetzt und anschließend mit moderner Technik gefertigt. Von der Idee bis zum fertigen Produkt konnten alle Beteiligten die einzelnen Schritte selbst miterleben – und auch selbst Hand anlegen. So entstanden nicht nur Namensschilder, sondern auch viele neue Eindrücke von den kreativen und technischen Möglichkeiten direkt vor der eigenen Haustür.



Wie ein junger Praktikant mit Autismus die Zukunftswerkstatt mit KI begeistert


Manuel (rechts) konnte während seines Praktikums in der Machbar wertvolle Erfahrungen sammeln und zugleich dem Community- und Zukunftsmanager Matthias Hofmann mit seinen IT-Skills zur Seite stehen. (Foto: Marion Nikol)
Manuel (rechts) konnte während seines Praktikums in der Machbar wertvolle Erfahrungen sammeln und zugleich dem Community- und Zukunftsmanager Matthias Hofmann mit seinen IT-Skills zur Seite stehen. (Foto: Marion Nikol)

Ein Praktikum in der Zukunftswerkstatt Machbar bietet jungen Menschen Einblicke in innovative Technologien – und manchmal entstehen daraus ganz besondere Erfolgsgeschichten: Mit einem sicheren Gespür für digitale Prozesse und einer bemerkenswerten Auffassungsgabe entwickelte der 16-jährige Manuel, Schüler und Autist, eine KI-gestützte Lösung, mit der aus Bildern greifbare Modelle für den 3D-Druck entstehen. Ein Erfolg, der das Team nachhaltig beeindruckt hat.

 

Mithilfe von comfyUI, eine Benutzeroberfläche für generative KI-Modelle, gelang es Manuel, aus eindimensionalen Bildern dreidimensionale Modelle zu generieren – und zwar so präzise, dass sie im 3D-Druck eingesetzt werden konnten. Dies demonstrierte er anschaulich an einem Zahnradsystem und einer Pokémon-Figur – was die vielfältigen Einsatzgebiete demonstrieren sollte. „Das Know-how von Manuel hat uns sehr geholfen“, berichtet Community- und Zukunftsmanager Matthias Hofmann begeistert. „Wir können uns gut vorstellen, dieses Thema weiter auszubauen – eventuell in Kooperation mit der Hochschule Coburg. Besonders spannend wird es, Manuels KI-Lösung auch unseren Mitgliedern zugänglich zu machen.

 

Doch nicht nur fachlich sorgte Manuel für beeindruckende Momente. Trotz seiner Diagnose zeigte er sich in sozialen Situationen ungewöhnlich offen: Bei zwei Workshops assistierte er souverän, erklärte Teilnehmenden geduldig technische Abläufe – und wuchs dabei über sich selbst hinaus. „Mir ist es früher sehr schwergefallen, vor Menschen zu sprechen“, berichtet Manuel. „Aber hier in der Machbar habe ich gemerkt, dass es geht – wenn ich über etwas reden kann, das mir wirklich wichtig ist.“ Auch seine Mutter zeigte sich tief bewegt: „Ich bin unglaublich dankbar. Manuel konnte seiner Leidenschaft nachgehen, wurde ernst genommen und hat nicht nur gelernt – er hat auch geholfen. Das hat ihm sehr viel bedeutet.“

 

Die Machbar wird durch dieses Praktikum noch lange inspiriert bleiben – und vielleicht ist dies der Beginn einer größeren Entwicklung, nicht nur für einen jungen Tüftler, sondern für die Zukunft der KI-Anwendung in der Region.



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